Straßenkinder und arbeitende Kinder heute
Das Schicksal der Schwabenkinder wiederholt sich täglich. Heute sind Straßenkinder und arbeitende Kinder auf der ganzen Welt mit der gleichen Not konfrontiert wie die Schwabenkinder damals. Schuld hierfür sind die schlechten wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in vielen Ländern. Kinder und Jugendliche sind oft von Armut, miserablen Wohnbedingungen, Missbrauch und Gewalt betroffen. Sie haben mit den Schwabenkinder von damals vor allem eines gemein: Ihnen wird die Kindheit geraubt. Wie die Schwabenkinder von einst, müssen zahlreiche Heranwachsende heute einer Vollbeschäftigung nachgehen, gefährliche und schwere Arbeiten verrichten und zu lange und gegen schlechte Bezahlung arbeiten. Gleich dem Schicksal der Schwabenkinder, die oft aufgrund wirtschaftlicher oder familiärer Misstände gezwungen waren ihre Familie zu verlassen und auswärts ihren Unterhalt zu verdienen müssen heute viele Kinder sich selbst versorgen. Dafür müssen Sie oft Ihr Zuhause verlassen, um in den Städten Arbeit zu suchen. Oftmals werden Kinder gehandelt um später ausgebeutet zu werden (mehr zum Phänomen des Kinderhandels erfahren Sie hier).
Die internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass 246 Millionen Kinder unter sehr schlechten, internationalen Standards widersprechenden Konditionen arbeiten. Darunter sind viele Kinder Opfer von Kinderhandel. Alleine 115 Millionen Kinder müssen in einem lebensgefährlichen Umfeld arbeiten. In der von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Jahre 1999 verabschiedeten Konvention 182 zum Verbot der schlimmsten Formen der Kinderarbeit werden Staaten aufgefordert, wirksame Maßnahmen gegen die schädlichsten Formen der Ausbeutung von Kindern zu ergreifen. Dennoch leben ein Drittel der Kinder weltweit in Ländern, die diese Konvention nicht ratifiziert haben (
www.ilo.org).
Die Konsequenzen von Kinderarbeit und dem Leben auf der Strasse sind umfassend. Die Kinder leiden pysisch, weil sie hungern und oft Drogen nehmen. Zudem erfahren sie keine Zuwendung und Geborgenheit, was oft in ihrer Situation zu mentalen Problemen führt. Darüber hinaus haben sie meistens keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen und ohne Schulbildung keine Chancen später eine angemessene Arbeit zu finden und Geld zu verdienen.
Jugend Eine Welt und die Salesianer Don Boscos helfen weltweit Kindern einen Ausweg aus diesem Teufelskreislauf zu finden und die Lebens- und Lernbedingungen benachteiligter Kinder und Jugendlicher weltweit zu verbessern. Im Gegensatz zu früher, wo das Schicksal der Schwabenkinder jahrhundertelang akzeptiert wurde, können heute auch Sie etwas für die Schwabenkinder von heute tun: Unterstützen Sie die Arbeit von Jugend Eine Welt, um den Kindern und Jugendlichen von heute eine lebenswerte Zukunft zu geben.