"Schwabenkinder" - ihr Schicksal wiederholt sich täglich

Als "Schwabenkinder" bezeichnet man jene Kinder, die noch am Beginn des 20. Jahrhunderts zu hunderten aus Tirol, Vorarlberg und Graubünden ins Allgäu und nach Oberschwaben gezogen sind, um in der warmen Jahreszeit bei reichen Bauern zu arbeiten.

Regelrechte Kindersklavenmärkte gab es in Städten wie Ravensburg oder Kempten. Dort konnten Bauern sich ein Kind, Bub oder Mädchen, im Alter ab sieben Jahren mitnehmen, das sie als Hütekind auf ihrem Hof einsetzten.

Zumeist mussten sie aber auch bei schweren Arbeiten in der Landwirtschaft mithelfen, viele wurden geschunden oder missbraucht.


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2003